Anwendungen des KPM-Linearsensors für Wegmessung
Der Linearsensor der KPM-Serie ist ein kompakter, gelenkig gelagerter potentiometrischer Positionswandler mit zwei Fischaugen-Gewindebuchsen. Sein einzigartiges Gelenkkonstrukt gleicht geringfügige Winkelabweichungen und Montagefehler aus und eliminiert damit die strenge Anforderung einer perfekten koaxialen Ausrichtung. Aufgebaut mit leitfähigen Kunststoff-Widerstandselementen liefert er ein stabiles analoges Ausgangssignal, hervorragende Linearität und eine lange Lebensdauer – weshalb er in zahlreichen industriellen Bereichen für Echtzeit-Positionsfeedback breit eingesetzt wird.
In Kunststoffmaschinen dienen KPM-Sensoren als zentrale Komponenten für die Positions-Rückmeldung bei Spritzgieß- und Druckgussmaschinen. Sie überwachen präzise den Schließvorgang der Form, das Öffnen der Form sowie den Hub der Auswerferstifte. Genaue Verschiebungsdaten unterstützen das SPS-Steuerungssystem dabei, die Bewegungen der Form zu stabilisieren, Produktfehler zu reduzieren und die Wiederholgenauigkeit der geformten Teile zu verbessern. Auch Schuhmachmaschinen und Gummiverarbeitungsanlagen setzen KPM-Sensoren ein, um den Kolbenhub zu steuern und eine gleichbleibende Formqualität sicherzustellen.
Hydraulik- und Baumaschinen stellen ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet dar. Montiert an Hydraulikzylindern misst der Sensor den Kolbenhub und liefert eine geschlossene Rückkopplung für hydraulische Synchronisationssysteme. Er eignet sich gut für Auslegeraktuatoren, Hebezeuge und Hydraulikheber. Die gelenkige Konstruktion absorbiert seitliche Kräfte und Schwingungsbewegungen während des Betriebs und schützt den Sensor so vor mechanischer Beschädigung durch Vibrationen und dynamische Lasten.
Für die industrielle Automatisierung und Robotik werden KPM-Sensoren an Manipulatoren, Materialhandhabungsmaschinen und automatisierten Montagelinien installiert. Sie erfassen die Gelenkverlagerung und die Bewegung linearer Aktuatoren und unterstützen so die Synchronisation von Bewegungsabläufen sowie eine präzise Positionierung. Dank ihrer kompakten Bauform passt sie in beengte Einbauräume, in denen große starre Sensoren nicht untergebracht werden können.
Darüber hinaus erfreut sich der KPM-Sensor großer Beliebtheit in keramischen Maschinen, Ziegelherstellungsanlagen, Wasserstraßenschleusensteuerungen und Materialprüfgeräten. Er überwacht die Verlagerung von Schubstangen sowie strukturelle Verformungen. Standardisierte analoge Signale – darunter 0–5 V, 0–10 V oder 4–20 mA – ermöglichen eine einfache Integration mit den meisten industriellen Steuerungen. Mit ihrem robusten Aluminiumgehäuse und einer zuverlässigen Dichtung widersteht sie Staub und Feuchtigkeit in anspruchsvollen Werkstattumgebungen.
Von der Spritzgabherstellung über die hydraulische Steuerung bis hin zu automatisierten Robotersystemen bietet der lineare Wegsensor KPM eine kostengünstige und zuverlässige Lösung zur Messung linearer Bewegung. Seine flexible Montage, kompakte Bauform und stabile Leistung machen ihn weltweit zur bevorzugten Wahl für OEM-Maschinenbauer.
Rennfahrzeuge erfordern höchste Präzision, dynamische Stabilität sowie langlebige Komponenten, um den Betrieb bei hoher Geschwindigkeit, intensiver Vibration und rauen Bedingungen auf der Rennstrecke zu bewältigen. Der lineare Wegsensor KPM zeichnet sich als ideale Positionsbestimmungslösung für professionelle Anpassungen von Rennwagen und Leistungsprüfungen aus und bietet strukturelle sowie leistungsbezogene Vorteile, die exakt auf die Anforderungen im Rennsport abgestimmt sind.
Vor allem ist sein gelenkiger Fischaugen-Stabende-Entwurf speziell auf die mechanische Bewegung im Rennsport zugeschnitten. Im Gegensatz zu starren Sensoren, die eine exakt koaxiale Montage erfordern, kompensiert die flexible, gelenkige Struktur des KPM-Sensors automatisch geringfügige Winkelabweichungen, seitliche Schwingungen und Montagefehler. Rennfahrwerk-, Gaspedal- und Bremsysteme erzeugen während der Hochgeschwindigkeitsfahrt häufig unregelmäßige Mikrobewegungen; diese Selbstausrichtungsfunktion verhindert wirksam mechanisches Verklemmen und Signalverzerrung und gewährleistet kontinuierliches sowie präzises Wegmessfeedback, ohne die dynamische Hublänge einzuschränken.
Eine hochpräzise und äußerst stabile Signalausgabe ist ein weiterer zentraler Vorteil im Rennsport. Dank hervorragender Linearität bis ±0,05 % FS und unbegrenzter Auflösung erfasst der KPM-Sensor in Echtzeit kleinste Verlagerungsänderungen beim Federweg, beim Bremspedalweg und bei der Drosselklappenöffnung. Er unterstützt eine maximale Bewegungsgeschwindigkeit von 5 m/s und erfüllt damit vollständig die Anforderungen an schnelle mechanische Reaktionen im Rennwagen. Die stabile analoge Ausgabe gewährleistet konsistente Datenerfassung und unterstützt so die präzise dynamische Kalibrierung durch die Renn-ECU, verbessert die Fahrzeuglenkempfindlichkeit und optimiert Beschleunigungs- sowie Bremsleistung.
Zusätzlich entspricht die kompakte, leichte Bauweise dem Leichtbau-Prinzip des Rennsports. Sie spart begrenzten Einbauraum in kompakten Renncockpits und mechanischen Strukturen und bietet gleichzeitig eine extrem lange Lebensdauer von über 50 Millionen Zyklen. Dank einfacher Montage und Kalibrierung liefert der KPM-Sensor zuverlässige, hochleistungsfähige Positionsunterstützung für die Fehlersuche an Rennfahrzeugen, die Echtzeitüberwachung sowie die Leistungsoptimierung.
